FAU

Die Freie Arbeiterinnen und Arbeiter Union FAU – IAA

Die FAU ist eine kleine Gewerkschaft und unterscheidet sich in ihrer Zielsetzung und Struktur wesentlich von den herkömmlichen Zentralgewerkschaften des DGB. Wir begreifen die Gewerkschaft als ein Werkzeug der Mitglieder, ihre Interessen in allen Arbeits- und Lebensbereichen durchzusetzen. Unsere Interessen sind daher mit Stellvertretungspolitik nicht vereinbar, wie sie von reformistischen Gewerkschaften betrieben wird. Bei uns gibt es keine Berufsfunktionäre, die das Sagen haben. Es entscheiden die jeweils Betroffenen selbst über ihre Belange. Komitees oder Delegierte sind in der FAU nur ausführende Organe der Basis. Unsere Organisationsform ist dezentral und unsere Syndikate sind weitestgehend selbstständig in ihrem Handeln.

Was will die Freie Arbeiter- und Arbeiterinnen-Union?

Wir haben uns in der FAU organisiert, weil wir von den sozialpartnerschaftlichen, zentralistischen und hierarchischen Funktionärsapparaten der herrschenden Gewerkschaften die Nase gestrichen voll haben. Wir pfeifen auf »Sozialpartnerschaft « und »Standortlogik«, die nur dazu führen, dass die Reichen immer reicher werden, während immer mehr Menschen verarmen. Wir Arbeiterinnen und Arbeiter sind es, die die Verwaltung, den Transport, die Dienstleistungen erbringen und den gesellschaftlichen Reichtum produzieren, den Staat und Bosse uns rauben. Ohne diese, in einer freien, selbstverwalteten Wirtschaft und Gesellschaft, in der wir selbst über unsere Belange entscheiden, würde es uns besser gehen. Und das ist unser langfristiges Ziel.

Was ist Anarchosyndikalismus
Wir Anarcho-SyndikalistInnen haben die herrschaftslose, ausbeutungsfreie, auf Selbstverwaltung begründete Gesellschaft zum Ziel. Die Selbstbestimmung in allen Lebensbereichen ist die grundlegende Idee des Anarcho-Syndikalismus. Daher lehnen wir die Organisation unserer Interessen in zentralistisch aufgebauten Organisationen ab, da diese stets Machtkonzentration und Hierarchie bedeuten. Weder soll, noch kann mensch mit StellvertreterInnen-Politik wie sie z.B. von reformistischen Gewerkschaften, Parteien und Kirchen betrieben wird,unsere Interessen durchsetzen.
Dagegen sind wir direkt und indirekt lohnabhängigen Menschen für Selbstorganisation in unabhängigen Betriebs-, Branchen- und Ortsgruppen. Diese sind bundesweit (in der FAU) und international (in der IAA) zusammengeschlossen. Zur Durchsetzung unserer Ziele und Forderungen dienen uns sämtliche Mittel der Direkten Aktion, wie z.B. Besetzungen, Boykotts, Streiks etc. Im Gegensatz dazu lehnen wir die parlamentarische Tätigkeit in jeglicher Form ab.
Mit dieser Art von Organisation verbinden wir die Möglichkeit, Vereinzelung und Perspektivlosigkeit aufzuheben und so für eine revolutionäre Veränderung auf freiheitlicher Grundlage zu kämpfen. Da die Macht und die Stärke des kapitalistischen Systems in der privaten bzw. staatlichen Verfügungsgewalt über die Produktionsmittel und in der tagtäglichen Ausbeutung der arbeitenden Klasse begründet sind, ist der ökonomische Bereich der Hauptansatzpunkt für den antikapitalistischen Kampf. Revolutionäre Arbeit in den Betrieben trifft den Kapitalismus nicht nur in seinen Erscheinungsformen, sondern an seiner Wurzel.
Diese Arbeit kann nur erfolgreich sein, wenn in allen gesellschaftlichen Bereichen gleichzeitig revolutionäre Arbeit geleistet wird, da alle Kämpfe in einer Wechselbeziehung zueinander stehen. Alle Menschen, die in diesem Sinne mit uns zusammenarbeiten wollen, sind uns willkommen.